Gewichtsreduktion – Stoffwechsel in Balance

Gastbeitrag von Dr. univ. med. Theresia Maier-Dobersberger

Unsere Selbstregulationsmechanismen im Körper werden durch die moderne Ernährung und Lebensweise aufs äußerste strapaziert und meistens stark überfordert. Zu viele tierische Nahrungsmittel, Fertiggerichte, ein Übermaß an Zucker, Geschmacks- und Konservierungsstoffen übersäuern den menschlichen Organismus. Weitere Säureverursacher sind Umweltgifte, Stress, anaerobe Sportarten, Bewegungsmangel, Gärung und Fäulnis im Darm.

Durch Aufbrauchen körpereigener Basendepots werden die Säuren neutralisiert und als sogenannte Schlacken im Binde- und Fettgewebe abgelagert. Auch andere Stoffe wie Pestizide, Herbizide, hormonähnliche Substanzen, Giftstoffe und Schwermetalle gehören zu den Schlackenbildnern.

Bekommt der Körper keine Erholungsphase, überschüssige Säuren über die Haut, die Gallenflüssigkeit in der Leber, den Darm, die Nieren oder die Lungen auszuscheiden, bilden sich Verklebungen und Verhärtungen im Binde-, Fett- und Muskelgewebe. Sind auch diese Speicher „aufgebraucht“ wird der Zellmüll in den Organsystemen endgelagert, was meistens die Entstehung von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Arteriosklerose, Gicht, chronische Entzündungen, Übergewicht mit den daraus resultierenden Beschwerden zur Folge hat.

Da der Körper nun nur mehr eingeschränkt in der Lage ist, alkalische Bindungspartner für die Stoffwechselsäuren zur Verfügung zu stellen, müssen Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, Enzyme, Phytonährstoffe und sogar schwefelhaltige Aminosäuren von außen zugeführt werden. Eine Korrektur alleine durch „Basenpulver“ ist in diesem Stadium bereits zu einseitig und wenig erfolgreich.

Eine Darmsanierung stellt das Kernstück jeder Entgiftungskur dar. Ernährungsumstellung kombiniert mit moderatem Fasten und Bewegungstherapie kann eine gestörte Darmfunktion günstig beeinflussen. Eine spezifischere Wirkung ist durch Inhaltsstoffe von Heilpflanzen und Gewürzen zu erwarten: das sind Bitterstoffe, Leber-Galle-Mittel, Gerbstoffe, Antioxidantien, krampflösende und abführende Mittel sowie Quellstoffe. Zum Beispiel Extrakte aus Löwenzahn und Mariendistel wirken leberzellstärkend und entgiftend, Brennnessel und Wacholder wiederum beschleunigen die Ausscheidung von Säuren und Toxinen über die Nieren.

Nach einer ersten extrazellulären Entschlackungskur können basische Supplemente und stoffwechselanregende Ergän-zungsstoffe in das Zellinnere gelangen und eine nachhaltige Zellregeneration herbeiführen. Nur gesunde Zellen, die ausreichend versorgt werden, können Säuren, Schlacken und Gifte neutralisieren und über Ausleitungsorgane aus dem Körper ausscheiden.